Sonntag, 30. Oktober 2011

Taking Patriotism On A Whole New Level

Hallöchen,

wie ihr schon in der Überschrift seht, wird dieser Blogeintrag etwas ansprechen, was unvermeidlich war und irgendwann, früher oder später, wohl in diesem Zusammenhang immer zur Sprache kommt.

Patriotismus.

Ja, die Amis sind patriotischer als die Deutschen, das kann ich schonmal ganz klar sagen.
Es sind Kleinigkeiten, die das zum Ausdruck bringen, aber auch größere Ereignisse.


Ein Ritual in der Schule ist zum Beispiel das gemeinsame Sprechen der "Pledge of Allegiance".
Was das ist? Wikipedia sagt:
"The Pledge of Allegiance of the United States is an expression of loyalty to the federal flag and the Republic of the United States of America."
 Am Anfang der zweiten Stunde kommt also eine Durchsage, alle stehen auf, manche legen auch ihre rechte Hand aufs Herz, und alle (fast) alle sprechen:

I pledge allegiance to the flag of the United States of America, and to the republic for which it stands, one nation under God, indivisible, with liberty, and justice for all.

Honor the Texas flag; I pledge allegiance to thee, Texas, one state under God, one and indivisible.


Manchmal singt auch jemand die Nationalhymne.
Und dann kommt "And now for your moment of silence", also soll keiner sprechen.

Etwas gewöhnungsbedürftig und es kümmert nicht jeden Schüler, ist aber eben Teil des Schulalltags.

Am letzten Freitag dann hat ein Ereignis den Patriotismus hier nochmal auf eine ganz andere Ebene gebracht.
Die Rowlett High School hatte an diesem Schultag in der vierten Stunde die Ehre drei Medal of Honor recipients zu empfangen.
Was ist die Medal of Honor? Wikipedia:
"The Medal of Honor is the highest military decoration awarded by the United States government. It is bestowed by the President, in the name of Congress, upon members of the United States Armed Forces who distinguish themselves through "conspicuous gallantry and intrepidity at the risk of his or her life above and beyond the call of duty while engaged in an action against an enemy of the United States."
Etwas mehr als 700 Schüler hatten also die Möglichkeit, drei tapfere Männer, die im Vietnamkrieg ihr Leben riskiert haben, und dafürdie höchste Auszeichnung bekommen haben, anzuhören und Fragen zu stellen.
Das fand im Auditorium unserer Schule statt.
Eins kann ich euch sagen, es war echt beeindruckend. Auf welche Weise muss jeder selbst entscheiden.
Jedenfalls fing es damit an, dass etwa fünf Schüler in Uniform (sah so ähnlich aus wie eine Pfadfinderuniform) die Texanische und die Amerikanische Flagge marschierend reingetragen haben.
Dann hat jemand die Pledge of Honor gesprochen und ausnahmslos jeder Schüler und Lehrer ist aufgestanden und die meisten haben mitgesprochen.
Dann hat ein Mädchen die Nationalhymne gesungen (Gänsehaut... uuh).
Alle standen natürlich noch ich hab keinen, wirklich niemanden reden hören. War schon fast gruselig.
Und dann konnte man den drei Ex-Soldaten Fragen stellen und sie haben eben über ihre Erfahrungen berichtet.
Nach mehreren Danksagungen, und "es ist ja eine riesige Ehre Sie hier zu haben", ging der Schulalltag weiter.

Aber als ich da saß und die drei angeguckt hab, war das, was mir durch den Kopf ging: Das sind Mörder. Die haben im Krieg Leute umgebracht.
Und sie werden, als Repräsentanten aller tapferen Männer, verehrt. Und die Nachricht soll an die Jugend weitergegeben werden: Kämpfe für dein Land, wenn du willst kannst du alles erreichen, handle selbstlos!

Ich fand es sehr eindrucksvoll und ich war überwältigt. Allerdings nicht im positiven Sinne. Das passt einfach nicht in die Art und Weise, wie man als Deutscher über sein Land denkt.

Was sagt ihr dazu?
Schreibt einen Kommentar. Ich würd mich ewig freuen.

I hope you're having a great time back in good old Germany,
Svenja

Sonntag, 23. Oktober 2011

Homecoming

Hey guys,

ich will meinen Blog updated halten, und da diese Woche Homecoming week war, werd ich euch darüber berichten.

Also, was ist homecoming?
Das ist mal wieder etwas, dass den High Schools die Möglichkeit gibt, ihren "spirit" und ihren Stolz zu zeigen.

Die Vorbereitingen fangen schon früh an, nämlich mit den Nominierungen für den King und die Queen. Jeder Schuler kann jemanden Vorschlagen und dann später seine Stimme für die Nominierten abgeben.
Auch die Lehrer sind an der Wahl beteiligt, unter denen werden nämlich Kandidaten für den "emperor" und die "empress" nominiert.
Dann müssen die vorgeschlagenen Lehrer in einem Spendenmarathon zeigen, wie viel Geld sie bis zum letzten Tag der homecoming week sammeln können.
Und dazu haben sie sich einigen einfallen lassen. Mein Geschichtslehrer, Mr. Bruman, hat sich richtig ins Zeug gelegt und mit Shuffling in den Pausen, mit dem Verkauf von Portraits von sich, mit dem Verkauf von Donuts und anderen Sachen Geld verdient. Am Schluss sind mehrere 1000 Dollar durch die Spendenaktion zusammengekommen. - Achja, und Mr. Bruman ist natürlich Emperador geworden.

Die homecoming week besteht aus Mottotagen. Die sahen bei uns so aus:
  • Monday - Tacky Sweater Day
  • Tuesday - Twin Day
  • Wednesday - Decade Day
  • Thursday - Nerd Day
  • Friday - Maroon Out with mums and garters
Ich habe mir nur für Montag einen "Tacky Sweater" von meiner Gastschwester ausgeliehen und am Freitag dann eben ein T-Shirt von meiner Schule getragen.
Aber viele Schüler haben sich richtig was einfallen lassen und sind teilweise mit Kostümen in die Schule gekommen (Wario, Mario und Luigi am Twin Day).
Der Nerd Day war besonders beliebt und die Gänge waren voll mit Hosenträger-, Riesenbrillen-Nerds.

Am Ende der Woche, also am Freitag, war dann "Maroon Out" und die meisten haben Mums getragen (dazu später), die größte und letzte Pep Rally dieses Schuljahres hat stattgefunden und es war das große Homecoming Football Game. 

Bilder von der dekorierten Cafeteria:


 Mums - was soll ich sagen? Die spinnen doch, die Amis!
Das Tragen von Mums am homecoming day ist eine alte Tradition. Mums sind sehr teuer (wenn man sich einen machen lässt sollte man mit mindestens 70 Dollar rechnen, hab ich gehört). Ich hatte also nicht geplant einen Mum zu kaufen, denn sowas mag vielleicht eine nette Erinnerung und meine Zeit für später sein, aber das war mir dann doch zu viel Geld.

Angie & ich mit Mums
Aber es kam dann doch anders, weil meine Gastmutter und Amberlee mir nämlich als Überraschung einen Mum gekauft haben. Den einfachsten für 30 Dollar. Wir sind dann also noch in den Walmart gefahren und haben Sticker und Perlen gekauft, um ihn zu dekorieren.
Das hat echt Spaß gemacht aber am Ende fand ich den Mum immer noch nicht schön und war verunsichert  wie viele würden überhaupt einen tragen?
Und am nächsten Tag in der Schule konnte ich die Sorge dann echt vergessen, denn mein Mum war der unauffälligste und kleinste von allen.
Ihr glaubt nicht, was ich alles gesehen habe! Riesige Mums mit Feder, verschiedenen Bändeln, Teddybären, Plüschfiguren, Schildern, Fotos, Lichtern (!!!) - und die gingen dann bis zu den Füßen. Auch eine Freundin von mir hatte so einen Mum, und sie hat 110 Dollar ausgegeben. Dabei muss man bedenken, dass die meisten ihren Mum nur einmal in ihrem ganzen Leben tragen.
Also, es war echt beeindruckend und total verrückt. Mir wär das ganze jedes Jahr etwas too much.

Die Seniors stürmen in die Sporthalle
Die Pep Rally am letzten Schultag war - wie schon gesagt - die längste von allen.
Der Unterricht wurde für den Tag drastisch gekürzt, denn jede Stunde ging an dem Tag statt 48 Minuten nur 30.
Das RHS Drill Team gibt alles
Während der Pep Rally war es mal wieder laut und stimmungsvoll und der King und die Queen der Freshmen (9. Klasse), Sophomores (10), Juniors (11) und Seniors (12) wurde bekannt gegeben.
Die Cheerleader und Tänzer haben alles gegeben und das Schulmaskottchen, der Adler, kam auf einem Motorrad in die Sporthalle gefahren.


Von rechts: Angie, Bre & ich
Das Football Spiel gegen North Garland war dann am Abend und praktisch die ganze Schule ist zu dem Game erschienen. Auf der anderen Seite des Stadions herrschte allerding gähnende Leere, den es war nur für unsere Schule das homecoming game.
Die Rowlett Eagles haben natürlich gewonnen, 42:10. Aber meine Gastschwestern und ich haben sowieso nicht richtig aufgepasst, sondern uns eher auf unsere Snacks konzentriert: Sour Skittles, Chili-Käse Nachos, Popcorn... yummie. :)



Am nächsten Abend hat dann der traditionelle Homecoming dance stattgefunden.
Der ging von 7-10 Uhr und war in der Cafeteria, die eindrucksvoll dekoriert war. Das Motto des Abends war "Passport to Europe" und die Deko hat England, Griechenland, Frankreich und Italien repräsentiert.
Es wurde getanzt, und zu Hip-Hop Musik geshuffelt.
Martin und ich
Martin und ich
Die Mädchen hatten Glitzer-Kleider und hohe bis wolkenkratzer-hohe Schuhe an (oder auch nicht. Die Hälfte von ihnen hatte schon um halb neun aufgegeben und ist barfuß gelaufen, und dabei übertreibe ich kein bisschen!)
Die Jungs hatten Anzüge an, mit Krawatte und Weste, sehr chic eben.

Ich hatte auch ein Date für den Dance und bin mit Martin, einem anderen deutschen Austauschschüler hingegangen. Davor sind wir noch bei einem guten Italiener essen gegangen und die Lasagne hat richtig gut geschmeckt!
Achja, und beim Abholen mussten wir natürlich erstmal mega viele Fotos machen! ;)

Tanzfläche
Mathias und Linda, Schweden
Alles in allem war es ein lustiger Abend und ich konnte mit viele sprechen die ich kannte, u.a. zwei Schwedische, echt nette Austauschschüler und eine andere Deutsche.
Um zehn war der Abend dann eben rum, wobei ich ja nicht auf einer After-Party war. Wie die so sind kann ich euch also leider nicht berichten. ;)


Take care,
Svenja

Dienstag, 11. Oktober 2011

Small World

Hey guys,

guess what, heute bin ich zu einem Euro Club Treffen in der Schule gegangen, den eine Franz-Lehrerin und eine Deutsch-Lehrerin leiten.
Und Melanie und ich werden nächsten Monat eine kleine Präsentation halten über Austauschprogramme und so weiter.
Anyways, ich hab mit der Deutsch-Lehrerin gesprochen und ihr Deutsch war abgesehen von dem Akzent, den sie hatte, perfekt. Und sie war als Austauschschülerin in Deutschland. Jetzt ratet mal wo sie war: in Ettenheim!
Und sie war auch in Kenzingen und hat vom Narrenmuseum geschwärmt, und ich war da noch nie drin! Blöd...
Aber ist das nich voll der Hammer?! Die Welt ist klein...

Bin geflasht, echt!

What do you think now??
Svenja

Sonntag, 9. Oktober 2011

State Fair Of Texas

Jaaa, ich weiß, wir sind schon vor Tagen auf dem State Fair gewesen... hier kommt endlich der versprochene Eintrag dazu.

Also, wir sind morgens kurz nach acht losgefahren mit Cecil und Jimmie, meinem host grandpa und meiner host grandma, und Kristalyn und Amberlee.
Und hier ist, was ich für immer über das State Fair im Gedächtnis behalten werde:
  • Candy
  • Fried Food (zum Beispiel Bier und Kaugummi!)
  • das zweitgrößte Riesenrad (der USA, glaube ich)
  • noch mehr Fried Food
  • überhöhte Preise, puuure Abzocke
  • coole Karussells
  • noch mehr Fried Food
  • unglaublich viele Show: Akrobaten, eine Vogelschau, eine Hundeshow, ...
  • achja, und hab ich schon das frittierte Essen erwähnt? ;)
  • und Autos, jede Menge Autoaustellungen
So... ich lass mal die Bilder für sich sprechen.
Ihr könnt euch auch mein Album auf facebook anschauen, da findet ihr noch ein paar mehr Bilder.



blogger is so freaking retarded! >:( It doesn't let me put the text beneath the pictures!

I hope you're all good :)
Svenja



Mittwoch, 5. Oktober 2011

New Dresses & My First Softball Games

New dresses and shoes
Hallooo :)

Am Wochenende hat sich meine host mom mit mir auf die Suche nach einem Kleid für Homecoming gemacht und dafür sind wir zu drei verschiedenen Second-Hand Läden gefahren. Ich liiiiiiebee solche Läden einfach! ;D
Im dritten hab ich dann wirklich drei schöne Kleider gefunden (also nicht nur was für Homecoming).
War gar nicht so einfach, weil man einfach Glück haben muss, um was in seiner Größe und nach seinem Geschmack zu finden, aber es hat ja dann doch geklappt und jedes Kleid hat nur 6 Dollar gekostet, also nicht mal 5 Euro! Voll das Schnäppchen.
Dann sind wir noch schnell in den Target gegangen und haben die Schuhe gekauft, die ich sowieso schon im Blick hatte für 30 Dollar (ca. 24€).
 
Und ein anderes Thema: am Montag hatte ich einen sogenannten "double header", d.h. zwei Softballspiele hintereinander und ich hab tatsächlich gespielt.
Softballausrüstung
Reichlich verwirrt.
Und noch vor den Spielen beim Aufwärmen habe ich einen Ball voll ins Auge bekommen. Autsch!
War zwar dann halb so schlimm aber der Schock war groß, ein Softball ist nämlich relativ hart (ungefähr wie ein Baseball) und schnell.
Habe aber kein Veilchen bekommen dank gaaaanz viel Kühlen. ;)
Ein paar Tage vor den Spielen hab ich von dem Vater von Melanie einen Baseballhandschuh bekommen und wir haben einen pinken Ball (jaa, ich fand's witzig und hab nicht den gelben genommen) und eine Hose gekauft. Hab auch schon mit ihm geübt und vielleicht hat Shane demnächst auch mal Lust.

Im nächsten Post bekommt ihr 'was über das State fair erzählt und gezeigt - wir haben ein paar coole Bilder gemacht.

Until then stay save,
Svenja