Samstag, 3. Dezember 2011

Step Competition

Hey guys,

gestern bin ich mit Amberlee zu einem "step competition", also einem Steppwettkampf, an meiner Schule gegangen und mir hat es richtig gut gefallen.
Amberlee und ich
Es war witzig, beeindruckend, unterhaltsam... und da waren so viele talentierte Leute. Da fühlt man sich so... unbeholfen!

Erste witziger Fakt: Geschätzte 95% der Leute dort waren schwarz! Jetzt wissen wir wie es sich anfühlt, einer Minderheit anzugehören! :D
Es war einfach super lustig, dass dann auch noch die "Black National Anthem" gesungen wurde... ich wusste nicht mal was das war!


Also, es haben mehrere Schulsteppteams teilgenommen und es war sogar ein DJ da.
Amberlee und ich... pretty!
Und die Stimmung war richtig gut, in den 5-Minuten-Pausen haben plötzlich alle angefangen zu tanzen und aus dem Publikum kamen während den Auftritten immer wieder Rufe wie: "You'd better work that, giiiirrl!" von einer horizontal herausgeforderten schwarzen Mama! ;)

Hier sind zwei Video, leider konnte ich nicht alles filmen, weil meine Kamera den Geist aufgegeben hat und der Speicher voll war. Sehr schade, aber was soll man machen.
Ihr müsste euch das ganze in Wirklichkeit natürlich viel besser vorstellen, weil man die Leute besser versteht und die Story hinter der Perfomance klar wird.

But still, enjoy the show,
Svenja

Ich hatte Probleme beim Hochladen der Videos! Wenn ihr noch einen Teil von der Gruppe sehen, die ich am besten fand, oder die Performance von meinem Schulteam angucken wollt, fragt einfach, dann kann ich's euch auf Skype oder per E-Mail schicken. :)

Sonntag, 27. November 2011

Yiiihaaa, Happy Thanksgiving Y'all... And Black Friday

Hey guys!

Wir hatten diese Woche von Mittwoch bis Freitag schulfrei, denn am Donnerstag war Thanksgiving!

Meine host mom hat mir sogar erklärt, warum Thanksgiving gefeiert wird und es hat was mit Pilgern vor ein paar hundert Jahren zu tun. Die hatten sowas wie eine sozialistische Gesellschaft, alles wurde gleich aufgeteilt. Schließlich hat dann also keiner mehr gearbeitet und alle sind fast verhungert.
Ich krieg's irgendwie nicht mehr ganz zusammen... Jedenfalls hatten sie dann später genug Essen, und haben eben "Thanksgiving" gefeiert, um für die viele Nahrung zu danken.

So, nach diesem (nicht!) lehrreichen Exkurs werd ich erzählen was ich mit meiner Familie gemacht habe.
Also am Donnerstag Morgen bin ich aufgestanden und praktisch direkt in die Küche gegangen, wo wir alle beim Kochen geholfen haben. Ich hab endlich mal Käsespätzle gemacht und es gab Truthahn (natürlich ;) ), Brokoli-Käse-Casserole, Gravy, Kartoffelpüree, Obstsalat, Dumbcake, Käsekuchen, ...
Um etwa halb eins kamen dann meine host grandparents und dann haben wir gegessen! Und wie! Obwohl ich persönlich den Truthahn nicht so gut fand, eher langweilig, hab ich reingehauen und später musste ich feststellen, dass mir ein "30-minutes-nap", wie von Kristalyn vorhergesagt, wahrscheinlich gutgetan hätte.
Sonst haben wir am Donnerstag nichts mehr gemacht, außer zu faulenzen und ich hab Kristalyn dazu überredet am nächsten Tag shoppen zu gehen, denn nach Thanksgiving ist "Black Friday".

Was Black Friday ist?
Delia (Italien), Kyra (D) und ich
Ich habe keine Ahnung, wer auf dieses Event erfunden hat, aber am Black Friday gibt es überall Sonderangebote und es wird schon Wochen vorher Werbung gemacht. Überall.
Und die Amis drehen durch am Black Friday, das habe ich zumindest gehört. Ellbogen-Kämpfe im Walmart... Ich hab davon nicht wirklich was mitgekriegt. Kristalyn und ich sind um 5:30 Uhr morgens aufgestanden und Melanie hat uns zu einem Einkaufszentrum gefahren. Es war längst nicht so voll wie ich's erwartet habe. Nur im Aeropostale Shop, der hier einfach mega beliebt ist, war es so voll, dass wir nur gefühlte 10 Sekunden dort verbracht haben. Ich kann nicht richtig nachvollziehen, was alle an diesen Klamotten finden. Die ganze Marke umfasst fast nur Joggingklamotten in allen möglichen Farben. Allerdings kostet es nicht so viel.
Wir haben es knappe 6 Stunden in der "mall" ausgehalten, dann sind wir heimgegangen. Pleite, aber glücklich ... und mit Füßen, die den ganzen Tag noch wehgetan haben!

Gestern waren wir dann beim Rodeo - yep, mit echten Cowboys.
Cowgirls und ich
Meine Liebe host mom kann es einfach nicht klein halten und hat es tatsächlich geschafft, knapp 50 Leute, Freunde, Area Reps und Austauschschüler zusammenzukriegen.
Das Rodeo hat in einer Arena in Mesquite stattgefunden, also ganz hier in der Nähe.
Ich neben dem Rodeo Logo
Es war irgendwie echt witzig anzuschauen, denn da waren mal so eben 20 Typen auf einem Haufen, alle mit Boots, Cowboyhüten und Jeans.
Und die Show an sich war... interessant. Ich fand es schwer, zuzugucken und nicht über die armen Tiere nachzudenken, die so leiden. Den Pferden und Bullen, auf denen die todesmutigen Cowboys reiten, werden nämlich ihre Geschlechtsteile abgeschnürt, damit sie möglichst aggressive sind und ausschlagen. Autsch!
Vorgestellte Cowboys
Aber, hallooo, ich bin in Texas, da muss ich doch ein Rodeo angucken. ;)
Cowboy in Action
Die Cowboys und Cowgirls haben Pferde und Bullen geritten und später sind dann alle Kinder runtergegangen und haben Kälber gejagt! Und mein persönliches Highlight war, als sie ganz Kleine auf Schafe gesetzt haben. Soo süß, wie die Kinder versucht haben, auf dem Tier zu bleiben. Leider hat das Ganze in 50% der Fälle in Tränen geendet. Es ist zwar nix passiert, aber ganz ehrlich, ich hätte mir als 4-Jährige auch in die Hose gemacht. ;D
Kristalyn und ich beim Dekorieren

Heute haben wir dann hier im Haus schon angefangen, für Weihnachten zu dekorieren. Wir haben Kugeln und andere Deko an den Plastikweihnachtsbaum gehängt und Kristalyn und ich haben eine Lichterkette aufgehängt. In den nächsten Tagen geht es dann an die Außendekoration, denke ich.
v.r. Kristalyn, Amberlee und ich
Melanie hat mir außerdem erzählt, dass die Familie so eine Art Tradition entwickelt hat, bei der alle zusammen auf eine kleine Tour durch die Nachbarschaft gehen und die prachtvoll dekortierten Häuser angucken. Anscheinend gibt es auch ein Paar, das jedes Jahr als Mr. und Mrs. Santa verkleidet vorm Haus stehen und Süßigkeiten verteilen. Also sowas hab ich in Deutschland noch nie gesehen und ich freue mich schon richtig auf die Festtage! :)


Also, meine Lieben, das war's auch schon.

Take care,
Svenja

Samstag, 19. November 2011

Division!

Hey guys,

letzte Woche hatte ich ein "mock legislature" vom Youth and Government Club. Was genau das ist erklärt ich euch jetzt.

Der Youth and Government Club ist ein "extracurricular activity", also ein Club nach der Schule, dem ich beigetreten bin.
Was man da macht?
Also es geht im Prinzip darum, die richtige Legislative in der amerikanischen Politik nachzustellen.
Jedes Team von den verschiedenen High Schools, probiert so viele Gesetze verabschieden zu lassen wie möglich.
Alle Schüler überlegen sich also, was für ein Gesetz es in Texas geben sollte, oder ob eins geändert werden muss und das schreibt man dann in einer vorgegeben Form auf.
Dann muss man sich auf die Präsentation vorbereiten und möglichst viel recherchieren, um auf Fragen zu dem Gesetzesentwurf antworten zu können.
Bei dem Treffen sitzt man also in einem Committee mit den "Vertretern" von der jeweilen High School und einem "Chair" und einem "Clerk". Das sind praktisch der Richter und sein Protokollant.
Dann kommen nach und nach Teilnehmer vor und präsentieren etwa fünf Minuten lang ihr Gesetz. Dann gibt es eine Fragen-Antworten-Runde, bei der andere Repräsentanten aufstehen/ springen, wenn sie eine Frage haben und dann zum Richter sagen: Mister/Madame Chair! Worauf er oder sie dann antwortet: For what purpose does the delegate arise? Es ist also alles sehr hochgestochen ausgedrückt und man muss sich an gewisse Formulierungen halten, sonst wird man zurechtgewiesen ("Point of order!")
Dann werden das Gesetz und die wichtigsten Argumente dafür nochmal zusammengefasst und dann stimmt das Committee auf den Entwurf ab.
Das geht dann so:
Chair: All those in favor say "aye" - Repräsentanten: Aye!
Chair: All those against say "nay" - Repräsentanten: Nay!
Chair: In the eyes of the Chair, the ayes/ nays have it.
Dann klopft der Richter zweimal mit dem Hammer auf den Tisch (ja, wie im Film!!) und wenn das Ergebnis der Abstimmung jemandem unklar erschien, kann er "Division" rufen und es wird nochmal mit Aufstehen abgestimmt.
Ja, so läuft das also.

Mein Gesetz betrifft Bauarbeiten auf Straßen in der Stadt.
Auf nur 5% aller vorhandenen Straßen darf gleichzeitig gebaut werden.
Es müssen Deadlines eingehalten werden und wenn die Deadline von der Stadt überschritten wird, dann muss eine Geldstrafe von 1% der kompletten Kosten des Projekts pro Tag gezahlt werden.

Glücklicherweise war ich eigentlich gar nicht von Anfang an nervös.
Ich bin da also hingekommen, es hat in einer benachbarten High School stattgefunden, und alle waren mega chic angezogen! Ich hatte auch ein Kleid an mit hohen Schuhen und die Jungs haben fast alle Anzüge getragen. Musste man sich schon erstmal drangewöhnen...
Und dann wurden eben alle in Comittees eingeteilt und ich bin zum Glück mit einem aus meinem Team zusammen gewesen.
Dann ging das ganze vielleicht drei Stunden und ich fand's meistens richtig interessant.
Als ich dann mein Gesetz vorgestellt habe war ich doch ein bisschen nervös, aber ich konnte ja zum Glück den Text einfach ablesen und musste nur zwischendurch mal hochschauen.
Die Fragerunde war auch okay, ich konnte eine Frage nicht so richtig beantworten und der Typ, der die Frage gestellt hat, war dann auch die einzige Stimme gegen mein Gesetz.

Später haben dann zwei Teilnehmer ihr Gesetz vor allen Committees vorgestellt und langsam hab ich dann verstanden wie "intense" es sein wird bei den richtigen Treffen, also was für eine Spannung da herrscht.
Ihr müsst euch das so vorstellen: Der "delegate" mit dem Gesetz präsentiert die wichtigsten Argumente für die Verabschiedung und dabei benutzt er mega viele schlauer Wörter und hat alles sehr gut recherchiert. Dann beginnt die Frage-Antwort-Runde und sobald der eine fertig ist, springen mindestens 10 andere auf und schreien (!) "MISTER CHAIR!"
Und es ist praktisch ein einziges Wortgefecht und ein Battle aus kritischen Fragen und Argumenten.

Das eine Gesetz war hat besagt, dass dreifache Vergewaltiger Minderjähriger kastriert werden müssen, um den Trieb und den Wunsch jemanden zu vergewaltigen zu nehmen.
Das hat natürlich eine einzige große Kontroverse hevorgerufen und schließlich wurde ihr Gesetz nicht verabschiedet. Aber ich fand, dass sie einfach richtig gut war, sie hatte alles recherchiert und ihre Argumente waren mega stark.
My Metal - Garland ISD Mock Legislature

Am Schluss wurden dann "rewards", Auszeichungen, verliehen. Ich habe eine Medaille bekommen als bester Repräsentant meiner Schule.
Unter uns, ich denke die waren nur von meinem Akzent beeidruckt und natürlich ist es nicht ganz so einfach, wenn man auf einer fremden Sprache präsentieren muss.

Also, Youth and Government macht mir einfach richtig viel Spaß und nach dem Treffen in etwa 2-3 Wochen werden wie alle auf das große "State" Treffen Ende Januar in Austin hinfiebern. Wir werden 3 Nächte in einem Hotel übernachten und insgesamt vier Tage in Austin verbringen. Dann wird es ein großes Treffen im Senat geben und wir können wirklich dort sitzen, wo die richtigen Politiker das machen, was wir nur nachstellen.
Ich bin auf jeden Fall schonmal gespannt und anscheinend soll es echt richtig Spaß machen! :)

I hope you're all good,
Svenja

Mittwoch, 2. November 2011

Happy Halloween

Hey guys,

heute ist der 2. November und das bedeutet: Vorgestern war Halloween!
Ja, ich weiß, das zieht in Deutschland auch nicht unbemerkt an einem vorbei, aber es ist trotzdem eine der amerikanischen Traditionen.
Deswegen will ich euch berichten, wie ich Halloween hier erlebt habe.

Meine Schule war natürlich aktionsmäßig wieder voll dabei. Am Montag, also am 31. Oktober, konnte man verkleidet in die Schule kommen und für 2 Dollar am Kostümwettbewerb teilnehmen.
Es haben sich also mal wieder ganz viele Schüler was einfallen lassen, obwohl auch für die Verkleidungen ein dress code galt und Regeln.

Auch meine host mum wollte was Interessantes für uns Austauschschüler organisieren und Plan A war es, zu einem "Haunted House" zu gehen, aber da wir leider bis zur letzten Minute kein geeignetes gefunden haben, lied es dann auf eine Party bei uns hinaus. Und es war sogar eine Birthday-Halloween-Party, weil Melanie am gleichen Tag auch Geburtstag hatte.
Amberlee, Kristalyn und ich haben also schon ein paar Tage vorher mit Organisieren, Dekorieren und Basteln angefangen. Außerdem habe ich eine Halloween Mix CD zusammengestellt.
Die Party war echt cool! Alle Austauschschüler waren da, manche mit Familie, die Stimmung war super, die Spiele waren lustig und die Musik kam auch gut an (Ghostbusteeeers! ;) )

Ich als lebende, befreite Marionette ;)
Am Abend des 31. sind wir dann "Trick-and-Treating" gegangen. Amberlee, Kristalyn, Ben, Emma (eine Freundin von Amberlee), meine host parents und ich sind also im Dunkeln in unseren Kostümen um die Häuser gezogen und haben nach Süßem oder Sauren gefragt, bzw. trick or treat.
Die Regel ist: wenn das Licht an ist, kann man normalerweise klingeln und nach Süßigkeiten fragen ansonsten werden die Leute sauer.
Eins kann ich euch sagen: die kaufen die teuren "candies"! Snickers, Twix, M&M's und ganz viele andere Marken die wir, soweit ich weiß, gar nicht haben in Deutschland.
Und es waren echt süße Kiddies unterwegs! Einfach so.. ADORABLE!

Candy Trade
Auch die Deko ist erwähnenswert. Kürbisse, Grabsteine, Lichter... man konnte alles mögliche in den Vorgärten sehen. Ein paar Nachbarn von uns haben sogar ein kleines Vorzeltmit Lichteffekten aufgebaut und jemand im Kostüm stand in dem Zelt und hat einen Stimmverzerrer gehabt, der an riesige Boxen angeschlossen war.
Nach der 2-stündigen Süßigkeitenjagd sind wir heimgegangen und der Handel hat begonnen. Jeder hat seine Süßigkeiten eingetauscht gegen welche die er besonders mochte. Kristalyn mag zum Beispiel keinen Pfefferminzgeschmack und Amberlee wollte alle Schokoriegel loswerden. It was a lot of fun!

I hope you're all doing good!
Svenja

Sonntag, 30. Oktober 2011

Taking Patriotism On A Whole New Level

Hallöchen,

wie ihr schon in der Überschrift seht, wird dieser Blogeintrag etwas ansprechen, was unvermeidlich war und irgendwann, früher oder später, wohl in diesem Zusammenhang immer zur Sprache kommt.

Patriotismus.

Ja, die Amis sind patriotischer als die Deutschen, das kann ich schonmal ganz klar sagen.
Es sind Kleinigkeiten, die das zum Ausdruck bringen, aber auch größere Ereignisse.


Ein Ritual in der Schule ist zum Beispiel das gemeinsame Sprechen der "Pledge of Allegiance".
Was das ist? Wikipedia sagt:
"The Pledge of Allegiance of the United States is an expression of loyalty to the federal flag and the Republic of the United States of America."
 Am Anfang der zweiten Stunde kommt also eine Durchsage, alle stehen auf, manche legen auch ihre rechte Hand aufs Herz, und alle (fast) alle sprechen:

I pledge allegiance to the flag of the United States of America, and to the republic for which it stands, one nation under God, indivisible, with liberty, and justice for all.

Honor the Texas flag; I pledge allegiance to thee, Texas, one state under God, one and indivisible.


Manchmal singt auch jemand die Nationalhymne.
Und dann kommt "And now for your moment of silence", also soll keiner sprechen.

Etwas gewöhnungsbedürftig und es kümmert nicht jeden Schüler, ist aber eben Teil des Schulalltags.

Am letzten Freitag dann hat ein Ereignis den Patriotismus hier nochmal auf eine ganz andere Ebene gebracht.
Die Rowlett High School hatte an diesem Schultag in der vierten Stunde die Ehre drei Medal of Honor recipients zu empfangen.
Was ist die Medal of Honor? Wikipedia:
"The Medal of Honor is the highest military decoration awarded by the United States government. It is bestowed by the President, in the name of Congress, upon members of the United States Armed Forces who distinguish themselves through "conspicuous gallantry and intrepidity at the risk of his or her life above and beyond the call of duty while engaged in an action against an enemy of the United States."
Etwas mehr als 700 Schüler hatten also die Möglichkeit, drei tapfere Männer, die im Vietnamkrieg ihr Leben riskiert haben, und dafürdie höchste Auszeichnung bekommen haben, anzuhören und Fragen zu stellen.
Das fand im Auditorium unserer Schule statt.
Eins kann ich euch sagen, es war echt beeindruckend. Auf welche Weise muss jeder selbst entscheiden.
Jedenfalls fing es damit an, dass etwa fünf Schüler in Uniform (sah so ähnlich aus wie eine Pfadfinderuniform) die Texanische und die Amerikanische Flagge marschierend reingetragen haben.
Dann hat jemand die Pledge of Honor gesprochen und ausnahmslos jeder Schüler und Lehrer ist aufgestanden und die meisten haben mitgesprochen.
Dann hat ein Mädchen die Nationalhymne gesungen (Gänsehaut... uuh).
Alle standen natürlich noch ich hab keinen, wirklich niemanden reden hören. War schon fast gruselig.
Und dann konnte man den drei Ex-Soldaten Fragen stellen und sie haben eben über ihre Erfahrungen berichtet.
Nach mehreren Danksagungen, und "es ist ja eine riesige Ehre Sie hier zu haben", ging der Schulalltag weiter.

Aber als ich da saß und die drei angeguckt hab, war das, was mir durch den Kopf ging: Das sind Mörder. Die haben im Krieg Leute umgebracht.
Und sie werden, als Repräsentanten aller tapferen Männer, verehrt. Und die Nachricht soll an die Jugend weitergegeben werden: Kämpfe für dein Land, wenn du willst kannst du alles erreichen, handle selbstlos!

Ich fand es sehr eindrucksvoll und ich war überwältigt. Allerdings nicht im positiven Sinne. Das passt einfach nicht in die Art und Weise, wie man als Deutscher über sein Land denkt.

Was sagt ihr dazu?
Schreibt einen Kommentar. Ich würd mich ewig freuen.

I hope you're having a great time back in good old Germany,
Svenja

Sonntag, 23. Oktober 2011

Homecoming

Hey guys,

ich will meinen Blog updated halten, und da diese Woche Homecoming week war, werd ich euch darüber berichten.

Also, was ist homecoming?
Das ist mal wieder etwas, dass den High Schools die Möglichkeit gibt, ihren "spirit" und ihren Stolz zu zeigen.

Die Vorbereitingen fangen schon früh an, nämlich mit den Nominierungen für den King und die Queen. Jeder Schuler kann jemanden Vorschlagen und dann später seine Stimme für die Nominierten abgeben.
Auch die Lehrer sind an der Wahl beteiligt, unter denen werden nämlich Kandidaten für den "emperor" und die "empress" nominiert.
Dann müssen die vorgeschlagenen Lehrer in einem Spendenmarathon zeigen, wie viel Geld sie bis zum letzten Tag der homecoming week sammeln können.
Und dazu haben sie sich einigen einfallen lassen. Mein Geschichtslehrer, Mr. Bruman, hat sich richtig ins Zeug gelegt und mit Shuffling in den Pausen, mit dem Verkauf von Portraits von sich, mit dem Verkauf von Donuts und anderen Sachen Geld verdient. Am Schluss sind mehrere 1000 Dollar durch die Spendenaktion zusammengekommen. - Achja, und Mr. Bruman ist natürlich Emperador geworden.

Die homecoming week besteht aus Mottotagen. Die sahen bei uns so aus:
  • Monday - Tacky Sweater Day
  • Tuesday - Twin Day
  • Wednesday - Decade Day
  • Thursday - Nerd Day
  • Friday - Maroon Out with mums and garters
Ich habe mir nur für Montag einen "Tacky Sweater" von meiner Gastschwester ausgeliehen und am Freitag dann eben ein T-Shirt von meiner Schule getragen.
Aber viele Schüler haben sich richtig was einfallen lassen und sind teilweise mit Kostümen in die Schule gekommen (Wario, Mario und Luigi am Twin Day).
Der Nerd Day war besonders beliebt und die Gänge waren voll mit Hosenträger-, Riesenbrillen-Nerds.

Am Ende der Woche, also am Freitag, war dann "Maroon Out" und die meisten haben Mums getragen (dazu später), die größte und letzte Pep Rally dieses Schuljahres hat stattgefunden und es war das große Homecoming Football Game. 

Bilder von der dekorierten Cafeteria:


 Mums - was soll ich sagen? Die spinnen doch, die Amis!
Das Tragen von Mums am homecoming day ist eine alte Tradition. Mums sind sehr teuer (wenn man sich einen machen lässt sollte man mit mindestens 70 Dollar rechnen, hab ich gehört). Ich hatte also nicht geplant einen Mum zu kaufen, denn sowas mag vielleicht eine nette Erinnerung und meine Zeit für später sein, aber das war mir dann doch zu viel Geld.

Angie & ich mit Mums
Aber es kam dann doch anders, weil meine Gastmutter und Amberlee mir nämlich als Überraschung einen Mum gekauft haben. Den einfachsten für 30 Dollar. Wir sind dann also noch in den Walmart gefahren und haben Sticker und Perlen gekauft, um ihn zu dekorieren.
Das hat echt Spaß gemacht aber am Ende fand ich den Mum immer noch nicht schön und war verunsichert  wie viele würden überhaupt einen tragen?
Und am nächsten Tag in der Schule konnte ich die Sorge dann echt vergessen, denn mein Mum war der unauffälligste und kleinste von allen.
Ihr glaubt nicht, was ich alles gesehen habe! Riesige Mums mit Feder, verschiedenen Bändeln, Teddybären, Plüschfiguren, Schildern, Fotos, Lichtern (!!!) - und die gingen dann bis zu den Füßen. Auch eine Freundin von mir hatte so einen Mum, und sie hat 110 Dollar ausgegeben. Dabei muss man bedenken, dass die meisten ihren Mum nur einmal in ihrem ganzen Leben tragen.
Also, es war echt beeindruckend und total verrückt. Mir wär das ganze jedes Jahr etwas too much.

Die Seniors stürmen in die Sporthalle
Die Pep Rally am letzten Schultag war - wie schon gesagt - die längste von allen.
Der Unterricht wurde für den Tag drastisch gekürzt, denn jede Stunde ging an dem Tag statt 48 Minuten nur 30.
Das RHS Drill Team gibt alles
Während der Pep Rally war es mal wieder laut und stimmungsvoll und der King und die Queen der Freshmen (9. Klasse), Sophomores (10), Juniors (11) und Seniors (12) wurde bekannt gegeben.
Die Cheerleader und Tänzer haben alles gegeben und das Schulmaskottchen, der Adler, kam auf einem Motorrad in die Sporthalle gefahren.


Von rechts: Angie, Bre & ich
Das Football Spiel gegen North Garland war dann am Abend und praktisch die ganze Schule ist zu dem Game erschienen. Auf der anderen Seite des Stadions herrschte allerding gähnende Leere, den es war nur für unsere Schule das homecoming game.
Die Rowlett Eagles haben natürlich gewonnen, 42:10. Aber meine Gastschwestern und ich haben sowieso nicht richtig aufgepasst, sondern uns eher auf unsere Snacks konzentriert: Sour Skittles, Chili-Käse Nachos, Popcorn... yummie. :)



Am nächsten Abend hat dann der traditionelle Homecoming dance stattgefunden.
Der ging von 7-10 Uhr und war in der Cafeteria, die eindrucksvoll dekoriert war. Das Motto des Abends war "Passport to Europe" und die Deko hat England, Griechenland, Frankreich und Italien repräsentiert.
Es wurde getanzt, und zu Hip-Hop Musik geshuffelt.
Martin und ich
Martin und ich
Die Mädchen hatten Glitzer-Kleider und hohe bis wolkenkratzer-hohe Schuhe an (oder auch nicht. Die Hälfte von ihnen hatte schon um halb neun aufgegeben und ist barfuß gelaufen, und dabei übertreibe ich kein bisschen!)
Die Jungs hatten Anzüge an, mit Krawatte und Weste, sehr chic eben.

Ich hatte auch ein Date für den Dance und bin mit Martin, einem anderen deutschen Austauschschüler hingegangen. Davor sind wir noch bei einem guten Italiener essen gegangen und die Lasagne hat richtig gut geschmeckt!
Achja, und beim Abholen mussten wir natürlich erstmal mega viele Fotos machen! ;)

Tanzfläche
Mathias und Linda, Schweden
Alles in allem war es ein lustiger Abend und ich konnte mit viele sprechen die ich kannte, u.a. zwei Schwedische, echt nette Austauschschüler und eine andere Deutsche.
Um zehn war der Abend dann eben rum, wobei ich ja nicht auf einer After-Party war. Wie die so sind kann ich euch also leider nicht berichten. ;)


Take care,
Svenja

Dienstag, 11. Oktober 2011

Small World

Hey guys,

guess what, heute bin ich zu einem Euro Club Treffen in der Schule gegangen, den eine Franz-Lehrerin und eine Deutsch-Lehrerin leiten.
Und Melanie und ich werden nächsten Monat eine kleine Präsentation halten über Austauschprogramme und so weiter.
Anyways, ich hab mit der Deutsch-Lehrerin gesprochen und ihr Deutsch war abgesehen von dem Akzent, den sie hatte, perfekt. Und sie war als Austauschschülerin in Deutschland. Jetzt ratet mal wo sie war: in Ettenheim!
Und sie war auch in Kenzingen und hat vom Narrenmuseum geschwärmt, und ich war da noch nie drin! Blöd...
Aber ist das nich voll der Hammer?! Die Welt ist klein...

Bin geflasht, echt!

What do you think now??
Svenja

Sonntag, 9. Oktober 2011

State Fair Of Texas

Jaaa, ich weiß, wir sind schon vor Tagen auf dem State Fair gewesen... hier kommt endlich der versprochene Eintrag dazu.

Also, wir sind morgens kurz nach acht losgefahren mit Cecil und Jimmie, meinem host grandpa und meiner host grandma, und Kristalyn und Amberlee.
Und hier ist, was ich für immer über das State Fair im Gedächtnis behalten werde:
  • Candy
  • Fried Food (zum Beispiel Bier und Kaugummi!)
  • das zweitgrößte Riesenrad (der USA, glaube ich)
  • noch mehr Fried Food
  • überhöhte Preise, puuure Abzocke
  • coole Karussells
  • noch mehr Fried Food
  • unglaublich viele Show: Akrobaten, eine Vogelschau, eine Hundeshow, ...
  • achja, und hab ich schon das frittierte Essen erwähnt? ;)
  • und Autos, jede Menge Autoaustellungen
So... ich lass mal die Bilder für sich sprechen.
Ihr könnt euch auch mein Album auf facebook anschauen, da findet ihr noch ein paar mehr Bilder.



blogger is so freaking retarded! >:( It doesn't let me put the text beneath the pictures!

I hope you're all good :)
Svenja



Mittwoch, 5. Oktober 2011

New Dresses & My First Softball Games

New dresses and shoes
Hallooo :)

Am Wochenende hat sich meine host mom mit mir auf die Suche nach einem Kleid für Homecoming gemacht und dafür sind wir zu drei verschiedenen Second-Hand Läden gefahren. Ich liiiiiiebee solche Läden einfach! ;D
Im dritten hab ich dann wirklich drei schöne Kleider gefunden (also nicht nur was für Homecoming).
War gar nicht so einfach, weil man einfach Glück haben muss, um was in seiner Größe und nach seinem Geschmack zu finden, aber es hat ja dann doch geklappt und jedes Kleid hat nur 6 Dollar gekostet, also nicht mal 5 Euro! Voll das Schnäppchen.
Dann sind wir noch schnell in den Target gegangen und haben die Schuhe gekauft, die ich sowieso schon im Blick hatte für 30 Dollar (ca. 24€).
 
Und ein anderes Thema: am Montag hatte ich einen sogenannten "double header", d.h. zwei Softballspiele hintereinander und ich hab tatsächlich gespielt.
Softballausrüstung
Reichlich verwirrt.
Und noch vor den Spielen beim Aufwärmen habe ich einen Ball voll ins Auge bekommen. Autsch!
War zwar dann halb so schlimm aber der Schock war groß, ein Softball ist nämlich relativ hart (ungefähr wie ein Baseball) und schnell.
Habe aber kein Veilchen bekommen dank gaaaanz viel Kühlen. ;)
Ein paar Tage vor den Spielen hab ich von dem Vater von Melanie einen Baseballhandschuh bekommen und wir haben einen pinken Ball (jaa, ich fand's witzig und hab nicht den gelben genommen) und eine Hose gekauft. Hab auch schon mit ihm geübt und vielleicht hat Shane demnächst auch mal Lust.

Im nächsten Post bekommt ihr 'was über das State fair erzählt und gezeigt - wir haben ein paar coole Bilder gemacht.

Until then stay save,
Svenja

Freitag, 30. September 2011

4-Days-Weekend

Hey guys :)

Thank god it's friday! Und nicht nur, dass wir Wochenende haben, sondern auch, dass Montag und Dienstag keine Schule ist. Am Monntag ist nämlich State fair und am Dienstag sowas wie Lehrerkonferenzen.

Heute werd ich erstmal nix tun außer vielleicht bei Amberlee's Projekt zugucken. Es kommen nämlich Freunde von ihr und dann probieren sie, jemanden mit Klebeband an die Garagenwand zu kleben. that sounds like fun ;D Dann müssen sie noch eine Präsentation für den Science Wettbewerb vorbereiten.
Morgen werden wir wahrscheinlich eine Hose für's Softball kaufen und noch einem Kleid und Schuhen für Homecoming gucken! Da freu ich mich schon richtig drauf.
Homecoming ist bei uns Ende Oktober und ganz viele haben schon ein Date, sind mit Freunden verabredet oder haben sich schon ein "fancy dress" gekauft (viele finden 100 Dollar sehr günstig).
Naja wie auch immer, das wird sicher cool, auch wenn ich noch keinen hab, mit dem ich zum homecoming dance gehen kann.
Für Sonntag ist nix geplant, aber am Montag dann, wie gesagt, State fair.
My Softball Shirt
Das ist.. ich schätz mal sowas wie eine Kirmes, hat aber den Hintergrund, dass früher die Farmer ihr Vieh verglichen haben. Wer hat das fetteste Schwein oder die größte Kuh?
In der Schule bekommen jeder Schüle einen freien Eintritt und ich geh wahrscheinlich mit meiner host family hin.
Und Montag abend sind dann noch Softballspiele.
Speaking of which, hier ist mein Trikot:


Ich wünsch euch allen auch ein schönes verlängertes Wochenende ;)
Take care,
Svenja

Montag, 26. September 2011

Softball & Fast Food

Ich wollt mal zwei Dinge loswerden oder einfach mal drauf los schreiben.

Softball! Ja, ich hab mich entschieden Softball zu spielen. Bisher war ich nur bei einem Spiel von meinem Team und einem Training.
Softball ist übrigens wie Baseball, nur dass der Ball etwas größer ist. Ungefähr so groß wie eine Orange.
Wie auch immer, so war das dann: ich hab mich wegen Softball umgehört, weil ich interessiert war und hab erfahren, dass die Saison schon angefangen hat. Die eine meinte, ich soll doch einfach mal zu einem Spiel kommen.
Shane fährt mich also zu dem eine halbe Stunde entfernten Softball field und bleibt gleich mal da, um mir die Regeln zu erklären.
Rowlett hat zwar gewonnen, aber an sich war das Spiel nicht gut zum erklären und ich hab die Regeln immer noch nciht verstanden.
Jedenfalls bin ich dann zum Coach und hab dem meine Nummer dagelassen, woraufhin am nächsten Tag eine vom Booster Club angerufen hat für ein Treffen in der Schule.
Wir waren in der Schule, die Frau nicht, aber genau zu dem Zeitpunkt fing das Training an, also bin ich einfach dageblieben und hab's ausprobiert und es hat mir echt Spaß gemacht.
Vor allem schein ich nicht ganz talentlos zu sein! :))
Heute waren wir dann beim nächsten Spiel, aber ich hab meine Mannschaft nicht gefunden. Werd morgen mal nachfragen was los war.
Es hat aber trotzdem mega viel Spaß gemacht, weil Kristalyn dabei war und wir uns entschieden haben, das eine von den vier Spielen zu gucken, bei dem der Schiedrichter hop, hi oder andere coole Gräusche bei einem Strike drauf hatte.
Die Softball Regeln versteh ich immer noch null. Das Video ist glaub ich ganz gut, aber ich kann's leider nicht einbetten.
THE GAME OF SOFTBALL
 
Fast Food. Ich liebe das Essen hier. Es gibt hier einfach mega viele verschiedene Fast Food Restaurants, nämlich nicht nur Burgerking, McDonald's und Subway, sonder auch Taco Bell, Jack in the Box, Braum's, Popeye's...
Ich kenn sie noch LÄNGST nicht alle. Um's konkreter auszudrücken kenn ich mich NULL aus, weshalb meine host mom auch öfter mal durch den Drive Thru fährt und Essen holt. Dann darf ich alles mal probieren.
Genaueres kann ich eigentlich gar nicht sagen, ich werd einfach am Ball bleiben und dann irgendwann nicht mehr das einzige Familienmitglied ohne Lieblingsrestaurant sein. ;)

Okay, das war eigentlich schon alles worüber ich euch informieren wollte.

Have a great day ... and wish me a peaceful sleep tonight ;)
Svenja

Montag, 19. September 2011

Thunderstorm!

Gestern Abend hab ich mein erstes texanisches Unwetter erlebt! :)
Es war echt eindrucksvoll, es hat nämlich mit Nieselregen angefangen, den meine Gastfamilie auch schon interessant fand, und dann, innerhalb von 5 Minuten kam einfach alles runter!
Es hat geblitzt, gedonnert, gestürmt, geregnet, gehagelt. Und es war laut und imposant.

Shane, Kristalyn und ich standen dann auf der überdachten Terasse und haben des Spektakel beobachtet und plötzlich kommt Ben von hinten angestürmt und ruft "It's raining cats and dogs!"
Ich musste an euch denken. Haha, funny moment. :D

That's it for today, guys. Take care,
Svenja


Sonntag, 18. September 2011

A Spectacular Firework and Cleaning the House

Hallihallo,
ich meld mich schon wieder, um von meinem Wochenende zu berichten.

Gestern morgen waren meine host mum, Kristalyn, Ben und ich auf einem von Kristalyns Fußballspielen.
Leider hat ihre Mannschaft verloren (1:0) und Kristalyn hat sich am Knie verletzt, als sie mit einer anderen Spielerin zusammengestoßen ist, aber alles in allem hat es echt Spaß gemacht, zuzugucken.
Mal davon abgesehen, dass ich total müde war, natürlich. Immerhin sind wir schon um 8 a.m. losgefahren und am Abend davor war ich lange wach, um meine Mama auf facebook zu erwischen...

Dann am Abend bin ich mit Shane und Melanie - sonst wollte ja keiner - auf das (Hot-Air) Balloon Festival in Plano gegangen.
Nachdem wir uns erstmal eewig durch den Verkehr kämpfen mussten, haben wir das Auto für 10 Dollar(!) geparkt und sind auf das Fest gegangen. Und es war rieeesig! Insgesamt ging es drei Tage und es gab 90.000 Teilnehmer.
Alles in allem sah es ein bisschen aus wie ein Jahrmarkt, mit Essensständen - haha, Bratwurst. That's German, right? - und sonst eben verschiedene Sachen zu kaufen. Außerdem unendlich lange Schlangen aus Eltern mit ihren quängelnden Kindern an den Hüpfburgen.
Dann um acht gab's den "Balloon Glow", also 15-20 leuchtende Heißluftballons, und eine Stunde später dann ein Feuerwerk, was der Broschüre nach "spectacular" ist.
Der Abend hat echt Spaß gemacht und ich musste mal wieder feststellen, dass ich mit meiner Familie genau bei den richtigen Leuten gelandet bin.
Der Humor stimmt einfach... ja, stellt's euch vor, Shane ist genau so negativ wie ich! :D
Was er nach dem Balloon Glow gesagt hat, war: Oh yeah, that was cool... at least for 10 minutes.
Und Melanie ist einfach immer so aktiv und gut gelaunt. Und sie macht auch "Witze".
Also ich pass hier gut rein.

Plano Baloon Festival
Dann heute hab ich zum Glück mal wieder ausgeschlafen. Nach dem Frühstück mussten dann alle Putzen helfen... und an die Art und Weise wie die das hier machen, muss ich mich wohl noch gewöhnen.
Geputzt werden musste der Küchenboden und die zwei Badezimmer und als es um die Aufgabenverteilung ging war Kristalyn voll dagegen, den Boden zu machen. Warum, ist mir dann erst später klargeworden. So läuft das ab: Shane nimmt 2-3 Eimer Seifenwasser, kippt alles aus und dann wird die Überschwemmung nicht mit einem Wischmopp, sondern mit Putzlumpen aufgewischt, wenn man das so nennen kann.
Hat mir nicht so gefallen. Ich hab mit Kristalyn die Badezimmer geputzt.
Hat mir auch nicht so gefallen. Das war mir einfach nicht gründlich genug.
Und weil ich dann so im Putzrausch war, und das Badezimmer, was ich mit meinen Gastgeschwistern benutz seit meiner Ankunft auch noch nicht gesäubert wurde, hab ich das einfach auch noch gemacht.
Obwohl heute ja nur der 1st floor dran war. Aber das hat mich dann doch echt gestört, vor allem weil Ben es schafft, überall Zahnpastaflecken auf dem Waschbecken zu hinterlassen.
Ja, ich weiß, typisch Svenja, aber am liebsten hätte ich ALLES geputzt. Mit Mopp. Ich bin halt ein kleines Putzteufelchen. :)

Das war's auch schon.
Take care,
Svenja

Freitag, 16. September 2011

Dauerblaue Deutsche, neue Bekanntschaften und mein Zimmer

Da bin ich mal wieder, um euch einfach mal ein bisschen zu erzählen, was in den letzten Tagen so passiert ist.

Vielleicht fang ich mal damit an, das Rätsel um den Titel dieses Posts zu lösen. Wie ihr sicher schon vermutet habt, werde mir eine Meeenge Fragen gestellt. Hier mal welche, an die ich mich erinnern kann:
  • Do you know Lady Gaga/ Michael Jackson/ Brittney Spears?
  • What do you do in your free time? (Das Mädel dachte, unsere liebste Freizeitbeschäftigung ist es, in die Berge zu gehen.)
  • So you're from Germany? What's that like?
  • What's "I'm hungry/ hello/ bye" in German?
  • Do you miss your family/ Germany?
  • Is it true that the Germans are always drunk? (Frage kam in Verbindung mit dem Oktoberfest!)
You get asked A LOT of questions! Ich wollt ich nur mal so einen Einblick geben, was man so gefragt wird. Eigentlich ist es ganz süß, für welche Unterschiede zwischen Deutschland und den USA sie sich so interessieren. Aber die Frage nach den betrunkenen Deutschen war dann halt doch ein Highlight! :D
Also was man ganz klar merkt ist, dass viele denken, wir haben nicht so alltägliche Sachen wie zum Beispiel ... Piercings. Mir fällt gerade kein gutes Beispiel ein.
Achja, und wenn Amis an Deutschland denken, sind das wohl die zwei Top Dinge, die sie im Kopf haben: Hitler und Autobahn (no limit!).

Ich find, man muss es irgendwo mit Humor nehmen und ich will das nicht schlecht machen, es ist irgendwie echt witzig und aber auch cool, dass die alle so interessiert sind.
... ich mein, was wusste ich schon über Texas, bevor ich hier hergekommen bin?
Hitze, Ranches, Cowboys (obwohl ich wusste, dass es hier keine mehr geben wird ;D )

Naja, dann wovon ich noch erzählen wollte ist, wie ich mich bisher in der Schule eingelebt hab.
Endlich fang ich an, die Wege zu meinen Klassenzimmern - nicht auf Anhieb, aber relativ schnell - zu finden! Yaaay! Ich hatte schon Angst, das würde einen Monat dauern...
Und soweit so gut, die zweite Woche Schule ist für ich rum und ich habe schon ein paar Bekanntschaften gemacht.
Alle sind nur oberflächlich, aber ich gehe eben so durch die Gänge und werde immer wieder mal von jemandem begrüßt, zum Beispiel von den Leuten, die mich an meinem ersten Tag durch die Schule geführt haben. Dann vorm Unterricht sitze ich meistens bei einem Jungen aus meinem Bus, Dylan, der echt nett und sympatisch ist, oder ich bin am Tisch von einem Mädchen aus meinem Bus, Zarah. Die ist richtig nett und natürlich und obwohl sie erst 14 ist (Freshman) wirkt sie irgendwie älter.
Dann sind da Leute, mit denen ich bisher vielleicht einen Satz geredet hab, die mich aber kennen und Fragen über Deutschland gestellt haben.
Oder auch Leute aus dem Unterricht oder dem Youth & Government Club, dem ich vielleicht beitrete. (Dazu schreib ich wahrscheinlich irgendwann anders mal was.)
Und in beim Lunch treffe ich mich meistens mit Angie, einem mexikanischen Mädchen, zum Essen.

Mein Zimmer
Dann dachte ich, vielleicht interessiert es euch auch, wie mein Zimmer aussieht.
Ich bin eigentlich ganz glücklich damit. Es ist nicht zu klein und und ich liebe meinen begehbaren Kleiderschrank. ;)
Allerdings könnt ihr auf den Bildern auch sehen, dass es vorher Ben gehört hat, weshalb die Wände in weiß, blau und rot sind.

Links oben: Sicht aufs Bett von der Tür aus
Rechts oben: Blick in den Kleiderschrank
Links unten: Blick auf den Schreibtisch von der Tür aus
Rechts unten: Blick auf meinen Fernseher (auch ne coole Geschichte) am Fußende vom Bett

So, das war's auch eigentlich schon. Ich hoffe es war nicht zu langweilig...
... and I hope you have great plans for the weekend.
Morgen gehen wir zu einem soccer game von Kristalyn und vielleicht abends zu einem Heißluftballon-Fest - oder wie auch immer ihr das nennen wollt! ;)

Okay, guys. Have a great weekend and let me know if you have any questions!
Svenja

Dienstag, 13. September 2011

Erste texanische Erfahrungen

Schon seit gestern bin ich nun eine Woche hier und deshalb gibt's einiges zu erzählen.
Was mir bei diesem Post wichtig ist, soll sein, dass ihr einen Eindruck von der ersten Zeit hier bekommt, aber vor allem von meiner Schule und was eben so typisch ist.

Erstmal zu meiner Schule, Rowlett High School.
Wie ihr schon wisst, ist es eine vergleichweise große Schule mit schätzungsweise 2.700 Schülern.
Deshalb hab ich trotz Rundgang durch das Gebäude an meinem ersten Schultag immer noch Probleme, meine Klassenzimmer auf Anhieb zu finden.
Was alles noch schwerer macht, ist, dass man um nur von den ersten in den zweiten Stock zu kommen sicherlich 3 Minuten braucht, weil die Treppen und Gänge voll sind. Da aber nur 5 Minuten Zeit sind, den Raum zu wechseln, läuft es meistens darauf hinaus, dass ich einen Lehrer nach dem Weg frag.
So, ein bisschen was über die Lehrer. Okay, was gibt's da zu sagen? Nett sind sie natürlich alle aber auch sehr unterschiedlich. Meine Englisch Lehrerin zum Beispiel, eine ganz ruhige und liebe und meine Algebra Lehrerin dagegen jung, abgehetzt und laut! Die sagt zu ihren Schülern auch "Babe", was schonmal den Unterschied zwischen dem deutschen Schüler-Lehrer-Verhältnis und dem amerikanischen klarmacht.
Der Unterricht ist auf jeden Fall anders als in Deutschland. Nicht nur, dass das Niveau viel lower ist, sondern auch, dass hier viel mehr "tests" geschrieben werden, oder auch mal ein "quiz", sondern es wird auch viel mehr benotet. Man muss ganz oft sein "assignment" (Hausaufgabe u.ä.) abgeben, und kriegt deine eine Note dafür.
An das alles muss ich mich immer noch gewöhnen, denn jeder weiß hier wie es läuft. Kommt die Verbesserung der Arbeit auf den Tisch oder ins Fach, wie verbesser ich das Arbeitsblatt von meinem Nachbarn, ... und so weiter.
Dann, was es sonst noch zur High School zu sagen gibt, naja, stellt sie euch einfach vor wie in Filmen. Groß, ganze viele Spinte (auch wenn ich nicht glaube, dass ich einen habe), die students begrüßen sich mit einem lockeren "Whats up?" in den Gängen, die Schulbusse sind wirklich gelb und so was eben. Nur die Tische mit Nerds und Cheerleadern und so habe ich noch nicht bemerkt, aber vielleicht ist mein Auge auch nicht geübt genug, das zu sehen. Oder ich kenn die Leute noch nicht gut genug.
Eine Pep Rally durfte ich jetzt auch schon miterleben und es war einfach... crazy. Die ganze Schule hat verrückt gespielt und überall in der Sporthalle rumgeschriehen und sonst was! Ich fand's cool, konnte mich aber noch nicht so richtig in diesen Spirit reinfinden, es war dann nämlich doch ganz schön wild! ;)

Die Leute hier an meiner Schule sind alle sehr nett zu mir und auch teilweise ziemlich excited über meine Herkunft. "Oh, you're from Germany? That's so cool!"
Dann sind da ein paar, mit denen ich öfter in der Cafeteria sitze, bevor der Unterricht anfängt, welche aus ein paar meiner Kurse und Leute aus meinem Bus.
Auch an meinem ersten Schultag haben mich zwei Leute durch die Schule geführt, die sehr nett waren.

Außerdem habe ich auch schon mein erstes Football game gesehen!
Football game Rowlett vs. Wylie
Am Freitag letzter Woche bin ich mit einem netten Freshman Mädchen, Nia heißt sie, zu dem Spiel gegangen. So richtig hab ich aber nicht vom eigentlichen Sport mitgekriegt, weil es eher darum ging, die Leute zu treffen. Aber die Halbzeitshow hat mir echt gut gefallen. Dazu kriegt ihr auch das Bild hier, das sind die Tänzerinnen von Rowlett. 
Insgesamt muss ich aber sagen, hat meine Müdigkeit das ganze Spiel überschattet! Ich war soo fertig und jetzt hoff ich, bald ein Spiel mitzuerleben, bei dem ich fit bin.

Zu meiner Gastfamilie. Ich wurde bei meiner Ankunft von Amberlee, Kristalyn und Melanie abgeholt und sie auf Anhieb gemocht. Amberlee ist super smart und sehr gut in Sachen wir Singen, Tanzen und Theater und sie ist sehr sarkastisch, was echt lustig sein kann.
Kristalyn ist auch gut in der Schule aber nicht so gut wie ihre Schwester und sie ist eher ruhiger und irgendwie süß. Vor allem wenn sie sich beim Hell's Kitchen Gucken so aufregt! ;)
Melanie, also meine host mom, ist echt richtig nett. Sie ist eine total engagierte Frau, macht von morgens bis abends Dinge wie Nachhilfe geben, Schreiben für Magazine oder sowas, Reden halten, Sport, für ihre Kinder da sein.. Einfach unglaublich.
Dann Shane, mein Gastvater, ist auch find ich sehr witzig, weil er einfach so einen trockenen Humor hat und auch sonst redet er nicht so viel, außer wenn er bei Hausaufgaben hilft, was er richtig gut und auch gerne macht. Er weiß glaub ich richtig viel und er gibt auch Nachhilfeunterricht glaube ich.
Das Haus der Whites
Und Ben, der süße Ben, ist so eine ganz eigene Geschichte. Mal total aufgedreht und manchmal ganz konzentriert auf den Fernseher, das iPad oder seine Rüstungen, die er sich aus Wäschekörben, Lego, Kabeln und sonst noch was baut.
Also alles in allem bin ich so glücklich bei den Whites gelandet zu sein! Ich fühl mich hier richtig zuhause und wir haben den gleichen Humor. Und ich glaube und hoffe, sie sind auch glücklich mich ausgesucht zu haben. :)

So, das war mal wieder eine Menge, aber längst nicht alles, was ich erzählen könnte.
Also lasst mich wissen, wenn euch was näher interessiert.

Take care and until next time,
Svenja

Donnerstag, 8. September 2011

Rundreise: New York, Philadelphia, Washington D.C. (Teil 2)

So, weiter geht's!
Am nächsten Tag in Washington haben wir dann noch mehr Memorials angeguckt und wurden dann praktisch bei den ganzen Museen für etwa 4,5 Stunden ausgesetzt, was eigentlich echt ne coole Sache war.
Da gibt's zum Beispiel das Holocaust Museum, was sehr gut sein soll, dann eins mit Dinosauriern, die National Gallery of Art, das Air and Space Museum und noch mehr.
Ich bin erst ins Air and Space Museum gegangen, was ganz gut war, wenn man wirklich interessiert war, konnte man so Tafeln lesen, was ich nicht gemacht hab. ;)
Portrait aus Fingerabdrücken
Number 7 by Jackson Pollock
Danach sind wir an einen McDonald's Stand und haben Eichhörnchen mit Pommes gefüttert. Waren süß, sind aber dem einen aus meiner Reisegruppe ins Gesicht gesprungen!
Dann sind wir - nachdem ich laaange gedrängt hab - in die Art Gallery und haben u.a. Modern Art angeguckt, was ich ganz cool fand. Und vor allem die zwei Bilder fand ich cool.


Während der Zeit hatte ich irgendwie die ganze Zeit ein bisschen schlechte Laune, weil die Rundreise schon fast rum war und es mir einfach so gut gefallen hat. Man ist sich ja dann auch bewusst, dass man das nie wieder zurück haben kann, weil es hächstens mal ein Nachtreffen von WH oder team! gibt... Wie auch immer!
Dann ging's weiter mit Essen in der Mall und einem richtig witzigen Comedy Theaterstück im John. F. Kennedy Center for the Performing Arts. Es war relativ leicht zu verstehen und es war wie ein interaktives Stück, weil das Publikum rausfinden bzw. entscheiden musste, wer der Mörder einer Frau war.
Foreign Exchange
Author Unknown

Zurück abends im Hotel gab's wie jeden Abend ein Group Meeting in der Lobby, bei dem William (unser Reiseleiter) den nächsten Tag mit uns duchgegangen ist (ganz wichtig: alle Abreisebereid am nächsten Morgen um 7:30 Uhr in der Lobby), uns unser Foto gegeben hat und dann zum Abschluss hat er uns einen Text über Foreign Exchange vorgelesen, wahrscheinlich von einem Schüler, und es war einfach so schön und traurig, dass ich, und nicht nur ich, fast geheult hab!!


Naja, dann, nächster Morgen, Wecker auf 6:00 Uhr oderso gestellt, und wann wachen wir alle erst richtig auf, weil's an der Tür geklopft hat? 7:42!! Wann war nochmal Treffpunkt? 7:30 Uhr! Scheiße!
Tja, Abreisetag und wir warn innerhalb von 10 Minuten fertig, das Zimmer zu räumen und haben zum Glück keinen Ärger bekommen von William, sondern ein Frühstück zum mitnehmen in brauner Papiertüte! Sehr cool! :)
Martin Luther King Jr. Memorial


Dann war's auch so schnell schon alles vorbei, denn wir haben uns nur noch zwei Memorials angeguckt. Das eine war das Martin Luther King Jr. Memorial, was nicht mal offiziell eröffnet war bis dahin. Also richtig genial, dass wir da hin konnten und welche der ersten waren, die's sehen. Außerdem sieht's echt cool aus. Es wurde aus einem riesigen Steinklotz die Umrisse von Martin Luther herausgehauen.
Und wie William uns erzählt hat, ist das ganze "Made in China", etwas fragwürdig!


Texas von oben
Dann sind wir an den Flughafen gebracht worden und haben alle erstmal Panik geschoben (Scheiße, mein Koffer ist zu schwer!; Ich kann nicht am Automaten einchecken!; Ich hab echt Angst um mein Gepäck!), aber dann, nach einem kurzen, aber doch traurigen Abschied, bei dem ich wieder (fast!) heulen musste, sind wir schonmal zu dritt zu unserem Gate gegangen. Der Flug nach Chicago ging total schnell rum, war ja auch nur eine Stunde. Und dann ging's weiter nach Dallas, wobei ich dachte, dass man Flug zu spät ist, aber ich wurde ja nett von der Dame am Schalter darauf hingewiesen, dass das nicht der Fall ist (It's not late. It's on time!).
War jedenfalls die Zeitverschiebung, die mich verwirrt hat.
Und dann bin ich in Dallas angekommen.
Und das war's! Mehr zu meiner Gastfamilie und meine ersten Tage hier werde ich euch später schreiben. ;)

I hope you enjoyed what I've written, guys! :)

Mittwoch, 7. September 2011

Rundreise: New York, Philadelphia, Washington D.C.

Jetzt bin ich schon seit 3 Tagen bei meiner Gastfamilie und die Rundreise liegt längst hinter mir, aber ich bin noch nicht zum Schreiben gekommen.
Aber jetzt werd ich euch (zumindest grob) alles mitteilen.
Zu aller erst, weil ich vielleicht nicht alles erzählen oder in eine andere Reihenfolge bringen werde, könnt ihr euch hier den Programmablauf durchlesen, wenn ihr Lust habt. Wir haben allerdings teilweise andere Sachen gemacht oder zu einer anderen Zeit, also lade ich vielleicht noch das eigentliche Prorgramm hoch.

Und jetzt von Anfang:
Der Abschied am Frankfurter Flughafen war kurz, es ging eigentlich schneller als ich dachte und dann bin ich auch schon ans Gate gekommen, wo meine Gruppe war (ich war die letzte).
Unsere Reisebegleiterin, Rici, hab ich mir älter und irgendwie anders vorgestellt, aber sie ist eine 22-jährige, toughe Person, offen, weiß sich durchzusetzen! ;)
Das Flugzeug nach New York
Den Rest der Gruppe fand ich auch ganz sympathisch. Im Flugzeug nach New York dann saßen wir nicht alle beieinander, der Flug war okay, mein Gewissen hat sich die ganze Zeit gemeldet, weil ich nur knapp drei Stunden geschlafen hatte, ich wollt auf dem Flug aber Filme gucken...
Naja, wie auch immer, am JFK Airport dann, nach der Landung, war nix mit schnell aus dem Flughafen raus. Wir mussten uns in eine uneeendlich lange Schlange stellen und zwei Stunden warten bis wir da rauskamen. Es war heiß und anstrengend und wir haben alle ordentlich gejammert. ;D

Straße in Manhattan
Aber ich will ja nicht nur meckern, was Cooles war zum Beispiel, dass alle anderen Teilnehmer voll nett waren und es sich eigentlich schon beim Ankommen am Flughafen in NY angefühlt hat, als würden wir uns seit einer Woche kennen. Normalerweise bin ich bei neuen Leuten immer eher etwas verschlossen, aber bei meiner Reisegruppe war das ein bisschen anders.
Dann der erste Eindruck von der Stadt: Geil, genau wie in Filmen! Jedes zweite Auto war ein gelbes Cab, es gab gaaanz viele riesige Gebäude mit brauner Backsteinfassade und wir sind zum Beispiel durch Queens gefahren, was mich echt an King of Queens erinnert hat, weil dort alle Häuser aussahen wie in der Serie.

NY's Skyline vom Empire State Building
Dann sind wir ins Hotel gefahren worden und sind dann noch in die Stadt und aufs Empire State Buildung (mit ein paar Dänen, einem Italiener und Franzosen, die zu uns gestoßen sind), was echt mega genial war. The view was just amaaazing! ;)
Wie auch immer, ich war selten so müde in meinem Leben also bin ich wie ein Stein ins Bett gefallen.
Am nächsten Tag gab's dann noch mehr Sightseeing, wie zum Beispiel die Freiheitsstatue und Ellis Island, was alles sehr cool war, aber auch anstrengend, Füße sind fast abgestorben!

Statue of Liberty
Dann wollten wir in einer großen Gruppe nach Chinatown, was nicht so ganz geklappt hat, weil die Türen bei der Subway so schnell zugegangen sind. Also bin ich mit nur drei anderen dort hin. Lost in New York... nein, also eigentlich haben wir's schnell gefunden.
Meine Eindrücke von Chinatown: Billigläden und ekliges Essen im Supermarkt (Haiflosse, yummie) und zum Beispiel ein McDonalds mit chinesischen Schriftzeichen vorne dran.
Die Zeit in Cinatown fand ich aber insgesamt nicht so gut, weil ich total fertig war und die anderen aus meiner Gruppe I ♥ New York T-Shirt kaufen, aber ich nicht, weil ich finde, dass jeder die hat, ist ja langweilig... Aber ich bin dann doch noch glücklich geworden, weil ich für 10 Dollar eine coole Taschenuhr gekauft hab, die aussieht wie eine Eule und unter den Flügeln ist dann die Uhr.
Dann weiter, in der Kurzfassung: Abendessen im Hard Rock Café (richtig cool!), Broadway und Time Square (genial, rieeesige Leuchtreklamen, die sich über Häuserfassen ziehen und natürlich Massen an Menschen), dann hab ich sogar ein paar Schritte in den Central Park gemacht, aber nicht weit... Und ich hab die Bar von How I met Your Mother gesehen, nur dass sie eben null so aussieht wie in der Serie. Die müssen da wohl was verwechselt haben! :P
Benjamin Franklin

Dann ging's weiter mit der Fahrt nach Philadelphia, die etwas anstrengend war, und Philadelphia war auch nicht so spannend. Wir waren da nur circa zwei Stunden und haben verschiedene Statuen und alte Gebäude angeguckt, gibt's nicht so viel zu erzählen.

Weiter ging's nach Washington D.C., wo wir nicht gleich zum Hotel sind, sondern noch eine Menge Memorials angeguckt haben, die meisten zu Ehren der Soldaten, die im Ersten Weltkrieg, im ZweitenWeltkrieg, im Vietnamkrieg oder im Koreakrieg gefallen sind.

Arlington National Cemetery
Achja, dann der Arlington National Cemetery, von dem ich echt geflasht war. Überall Grabsteine, Grabsteine und noch mehr Grabsteine, nur für Leute von der Army und Politiker.
Und täglich werden 25-30 andere Soldaten dort begraben die vor allem in Afghanistan ums Leben kommen.





Der Rest über die Rundreise wird morgen online sein, weil ich jetzt gleich schlafen werd. Bin's eben nicht gewohnt um 5:30 Uhr aufzustehen, um den Bus um 6:30 Uhr zu bekommen. :P

See you all tomorrow. :)

Sonntag, 28. August 2011

Alles kommt näher! So schnell!

So, bald ist es soweit! :)
Die letzten Vorbereitungen sind schon oder werden noch getroffen.

Nach laaaangem Formulare ausfüllen, verzweifeltem Papierkram Ordnen und einigen Beinahe-Nervenzusammenbrüchen hatte ich mit meiner Mama alles vorbereitet für den Termin beim amerikanischen Konsulat in Frankfurt, um mein Visum zu beantragen.
Obwohl wir alles von team! per Post und Telefon erklärt bekommen haben, war ich total verunsichert. Nach der 2-stündigen ICE-Fahrt nach Frankfurt und der anschließenden überteuerten Taxifahrt zum Konsulat (Falls ihr mal in die gleiche Situation kommt, macht's mir nicht nach, sondern nehmt vom Hauptbahnhof aus die S-Bahnlinie 5!) stand ich dann in der Warteschlange. Und musste mich nachdem ich dran war noch ein zweites Mal anstellen, weil ich vorher mein Handy und meinen MP3-Player bei 'nem Kiosk für Geld zurücklegen lassen musste.
Dann, nachdem ich durch den Detektor gelaufen bin, meine Tasche durchleuchtet wurde und ich von meinem Getränk einen Schluck nehmen musste (könnte ja vergiftet sein :P), bin ich dann in die große Halle gekommen und musste warten, bis meine Nummer auf der Anzeige erschien. Dann zum Schalter, Papiere abgegeben, nochmal warten, wieder zum Schalter, 1, 2 Fragen beantwortet, und das war's, "Ihr Visum wird genehmigt."
Also gar nicht schlimm! Es hat nicht soo lang gedauert (vielleicht 1,5 Stunden) und die Angestellten waren alle sehr nett (Amis halt ;) ).
Merke: Keine Panik mehr vor Terminen vor solchen Terminen machen!

Die allerletzten Unterlagen sind von team! auch vor ein paar Tagen gekommen. Dabei waren u.a. der letzte Infobrief, eine Sim- und eine Telefonkarte, mit denen man relativ billig von den Vereinigten Staaten nach Deutschland und andersrum telefonieren kann, und, ganz wichtig, meine Flugtickets!
Mein Reisetagebuch

Auch echt cool ist, dass ich ein richtig schönes Travel Journal bekommen habe. Ich wollte mir sowieso eins kaufen, habe aber kein schönes und preiwertes gefunden, und dann habe ich das schönste überhaupt geschenkt bekommen. :)
Ein Tagebuch zu führen, wahrscheinlich auf englisch, nehm ich mir auf jeden Fall vor und hoffe, dass ich's durchziehen kann. Und dass ich Blog und Tagebuch hinbekomme!
Jetzt kann's eigentlich losgehen. Ich muss nur noch die Gastgeschenke alle besorgen (Kinderschokolade, Spätze-Macher, Kokowääh mit Til Schweiger, selbstgemachter Kalender...), meinen Koffer (probe)packen, letzte Besorgungen machen, die Unterlagen nochmal durchlesen und eventuell einige kopieren, mich von allen verabschieden...

Und wie geht's mir im Moment?
Ich bin gespannt auf meine Gastfamilie, denn wir schreiben Nachrichten auf facebook und E-Mails, aber nur ganz knappe.
Ich freu mich wirklich auf die Rundreise und hoffe, dass nette Leute dabei sind, mit denen ich mich auf Anhieb verstehen könnte.
Ich hab rieeesige Angst vorm ersten Schultag und dem ganzen Stress und Druck, denn ich habe bzw. mir mache, wenn ich von neuen Leuten umgeben bin.
Und ich weiß nicht, ob ich das hier alles vermissen werde oder ganz einfach hinter mir lassen kann.

Tjaa, der Countdown läuft und realisiert habe ich's glaub ich nicht so ganz!
Wenn mich eine Riesenladung Emotionen überkommen sollte oder was wichtiges passiert ist, melde ich mich wieder.

Until then stay save and have a good time reading what I've already written ;)
Svenja