Freitag, 17. Februar 2012

Wenn ich nicht in Deutschland bin ...

... dann kommt Deutschland eben zu mir!

Hey guys,

also wie immer gibt es wieder was zu berichten. Hier ist die Story.
Schon vor Monaten habe ich erfahren, dass hier an meiner Schule ein Austauschprogramm mit Deutschland stattfinden würde. Nach und nach hab ich dann auch mehr Infos bekommen, zum Beispiel dass es etwa zwanzig Schüler sind, dass sie - was ein Zufall, und hier bin ich nicht sarkastisch - auch aus Baden-Württemberg kommen, um genauer zu sein aus einem nicht mal 1,5-h-entfernten Ort!
Jedenfalls wurde ich in den letzten Wochen mehrere Male auf das Austauschprogramm angesprochen und die ganze Schule wusste davon und viele haben darauf hingefiebert.

Ein Freund, naja wohl eher ein Bekannter, von mir, mit dem ich immer Lunch habe, nimmt eben auch einen Deutschen auf und an dem Freitag vor zwei Wochen ist der Flieger hier gelandet. Da der besagte Freund aber an dem Wochenende einen wichtigen Termin hatte, habe ich mich angeboten den Schüler für einen Tag zu nehmen. Dazu ist es dann aber nicht gekommen, weil sich jemand anderes gefunden hatte.
Am Montag dann, habe ich wirklich die Chance bekommen, die Deutschen kennenzulernen, nämlich dadurch, dass ich in meiner 1. Stunde Photojournalism habe, und unsere Lehrerin uns manchmal rumschickt, um Fotos für's Yearbook zu machen.
Also bin ich mit zwei anderen aus meiner Klasse in die Bücherei gegangen, wie alle Austauschschüler ein Treffen hatten, und habe erstmal den Lehrern hallo gesagt. Dann hab ich nach Daniel, den ich ja für einen Tag aufnehmen wollte, gefragt. Ich bin zu der Gruppe rübergegangen, und Daniel dreht sich um ...  und ... NO WAY! Ich kenn den!
Daniel und ich - das Beweisfoto
Ja, tatsächlich. Der größte Zufall meines Lebens. Ich kenne einen der Austauschschüler, und auch noch den, dessen Austauschpartner ich kenne. Letzten Sommer war ich nämlich mit meiner Familie in Spanien, in der Nähe von Barcelona, und genau da haben wir uns im Hotel kennengelernt.
What are the chances?!

Im Moment reden immer noch alle über "the germans" an meiner Schule, und, wie mein Health Lehrer mir mitgeteilt hab, bin ich für die Dauer des Austauschs wohl nichts mehr Besonderes mehr. Jaja, bald habe ich alle ihre Herzen zurückgewonnen, wenn kein Deutscher außer mir und Kyra mehr da ist.
Natürlich ergeben sich durch die neuen Austauschschüler eine Menge Verwechselungen - "Nein, ich werde euch Leute NICHT in ein paar Tagen verlassen." ;)
Jetzt ist auch gar nicht mehr so lange bis zum Rückflug der Deutschen und ich hoffe, dass sie eine super Erfahrung hier machen, und ich nochmal ein bisschen Zeit mit der Gruppe verbringen kann.

Take care, guys.
Achja ... Narri-NARRO!

Svenja

Donnerstag, 2. Februar 2012

Would the Clerk please read the caption of the next bill?

Hey guys,

Die YAG Rowlett Truppe
Would the Clerk please read the caption of the next bill?
Hotel Renaissance
Rowlett Gruppe beim Banquet
Wie oft hab ich diesen Satz wohl am letzte Woche gehört, denn von Donnerstag bis Sonntag war ich auf einem "fieldrip" mit meinem Youth and Government (YAG) Club. Was das ist habe ich euch ja schon erzählt, und auch von der Konferenz, die bis vor zwei Wochen noch vor mir lag, aber jetzt ist es tatsächlich rum. Kein YAG mehr dieses Jahr, bis auf ein paar Nachtreffen vielleicht.

Wunderschöner Sonnenuntergang
Wir sind am Donnerstag morgen also mit einigen YAG Clubs aus der Umgebung hier mit dem Bus nach Austin gefahren, wo wir erstmal in einem (zumindest meiner Meinung nach) riesigen Hotel, dem Renaissance, eingecheckt haben. Da hieß es dann erstmal waaaaaarten, bis alle Schüler, hunderte, angekommen und angmeldet waren.

Da ich niemanden mit unendlichen Details quälen will, fass ich mal zusammen was wir in den vier Tagen in der texanischen Hauptstadt gemacht haben.
Neon & Glow Party
Natürlich haben wir wieder fleißig Gesetze debatiert in unseren Committees und dann, und das war richtig cool, sind wir ins "capitol" gegangen, und haben dort weiter debatiert. Im Hyde House, Senate, House, und so weiter.
Capitol - Senate
Natürlich wurde der Ablauf manchmal von laaaangweiligen Reden von ach so wichtigen Politikern unterbrochen, aber die Tatsache das wir an den originalen Schreibtischen aus den 1880ern unserer Arbeit nachgegangen sind war dann doch sehr beeindrucken.

Neben dem ganzen politischen Spaß (ja, es macht schon Spaß ;) ) waren in unserem Programm auch Partys und Essen (ha, wer hätte das gedacht) enthalten.
Wir hatten eine Mottoparty (Glow & Neon), ein Schwarz-Weiß Banquet, also ein schickes Essen wo jeder in Schwarz-Weiß kommen sollte, und eine Abschlussparty.
Ich - Amendment präsentieren
Da ich ja schon seit fast 5 Monaten hier bin und  wirklich nicht die Möglichkeit hab, auf tanzen zu gehen, fand ich die YAG Partys richtig cool, obwohl mein Tanzstil wohl an keine(n) einzige(n) Schwarze(n) herankam, denn die haben's wirklich im Blut!

Black & White Banquet
So, ich hoffe das war genug Info, ich will hier ja auch niemanden langweilen.
Zum Abschluss will ich nur noch sagen, ich bin stolz auf mich, als Deutsche an einem YAG Club teilzunehmen (hat mich einige Überwindung gekostet vor den besten auf Englisch meine Argumente zu präsentieren), und der Ausflug hat so viel Spaß gemacht und ich hab so viele nette Leute kennengelernt, dass ich es SO SEHR vermissen werde.
Nächstes Jahr werde ich wohl nicht mehr in Austin dabei sein können...

I love you guys,
take care!